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November 22 2017

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orchidetelm:

tired… so fucking tired

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November 20 2017

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November 13 2017

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November 12 2017

pnrdoravarga
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Ein normaler Mensch unter normalen Bedingungen

Ich bring’s nicht aus dem Kopf, was mir letztens passiert ist. Ich habe in der ungezwungenen Runde mit Begeisterung von meinem Kurztrip nach Kaliningrad erzählt. Denn das machen alle, wenn sie gefragt werden, wie es in den Ferien war.

Während ich also vom guten Essen schwärmte, der Gemüse- und Früchtevielfalt auf dem Markt, den netten Menschen, der positiven Emsigkeit und von den Frauen erzählte, die in den Quartieren in aller Ruhe Laub rechen, das Laub in Säcke stopfen und weit und breit kein lärmender Laubbläser die Ruhe stört, flippt eine Freundin aus. Ich solle aufhören. Das stresse sie jetzt total, diese Begeisterung von einem Land, das doch nur korrupt sei.

Ehrlich, ich war geschockt. Mir stockte der Atem, das Blut begann in meinen Ohren zu rauschen, die Hitze schoss mir ins Gesicht. Solche Situationen habe ich sogar als Kind nicht erlebt, dass man mich abstellt. Mein Hirn schaltete aus, ich war buchstäblich vor den Kopf gestossen. Ich bin nicht schlagfertig. Also habe ich ein Weilchen nichts mehr gesagt.

Später im Gespräch ging es ums Lernen, dass ein Kind auf seine Lehrperson, die ihm etwas beibringen möchte, hören muss, um zu lernen. Dass es nicht auf dem stehen bleiben kann, was es schon weiss, weil das Wissensstillstand bedeute.

Auch später im Gespräch ging es darum, dass heute so vieles übertrieben sei, nicht mehr normal.

Das Leben gibt einem oft genug Bissen zu kauen, die nicht so leicht verdaulich sind. Jedenfalls sinniere ich seit Freitagnacht über diese drei Punkte nach und erkenne, dass sie zusammenhängen.

Nein, ich muss mich nicht rechtfertigen für die enthusiastische Berichterstattung meiner Erlebnisse im Osten Europas. Ich war dort, ich habe mit eigenen Augen gesehen, mit meiner Nase geschnuppert, mit meinem Herzen und Verstand wahrgenommen. Was ich berichte beruht auf Tatsachen. Man kann mich fragen, ob ich denn auch Unschönes und Unerfreuliches erlebt hätte. Ich würde bereitwillig Auskunft geben und von den armseligen Häuschen in den Aussenquartieren, vom Unrat um die Abfallcontainer, der Bauruine im Zentrum der Stadt und von den Schlaglöchern in den Strassen erzählen. Ich würde bereitwillig berichten, dass die Tiere im berühmten kaliningrader Zoo nicht zu den glücklichsten Zootieren gehören, weil man sieht, dass Kaliningrad, obwohl von der Grösse vergleichbar, nicht Zürich ist. Aber soweit ist es gar nicht gekommen. Das Bild eines Landes, das ich mit meinen Erlebnissen (und meinem seit geraumer Zeit angeeigneten Wissen) vermittelt habe, passt nicht zum Bild, das sich meine Freundin macht. Und statt sich darauf einzulassen, zuzuhören, zu reflektieren, nachzufragen, hat sie mich abgewürgt.

Es entspricht nicht der Norm, vom grössten Land der Welt ein diversifiziertes, ein gutes Bild zu haben. Der Mainstream denkt, nein weiss, dass Russland böse ist, gefährlich und korrupt, was sich aber nicht auf Fakten stützt, sondern einfach so ein Gefühl ist, das genährt wurde durch das Weltbild der Herkunftsfamilie, verschwommene Wissenshäppchen aus der längst vergangenen Schulzeit, Erinnerungen an den kalten Krieg. Das Gefühl, das heute genährt wird durch selektive Informationen in den Medien und dem bestätigenden Zunicken unter Freunden, wenn jemand schon wieder etwas Negatives von Wladimir Putin berichtet.

Ich habe das Glück, dass sich mein Vater schon in seiner Studienzeit für Russland und die Sowjetunion interessiert hat. Kurz nach der Auflösung der Sowjetunion ist er nach St. Petersburg gereist und hat schöne Erlebnisse und geschnitzte Holzlöffel und Gewürze mit nach Hause gebracht. Meine Mutter hat schon in den 60er Jahren Russisch gelernt, weil sie diese Sprache und die russische Literatur liebte. Als Teenager – zur Zeit des kalten Krieges – fiel mir das Buch „Katharina und die Russische Seele“ in die Hand und ich bin eingetaucht in eine fremde, unbekannte Welt. Ich habe erkannt, dass es andere Menschen gibt, die genauso „richtig“ sind wie wir. Ich habe erkannt, dass unsere Massstäbe nicht für alle Menschen gelten, dass aber Menschen, obwohl sie anders sind als wir, genau das Gleiche wollen, nämlich in Frieden leben, ein Dach über dem Kopf, zu essen und Freunde haben. Und sie lieben ihre Kinder genau wie wir. In Kaliningrad habe ich nichts anderes gesehen und erlebt.

Wenn wir nicht offen sind für eine Sichtweise, die sich mit unserem Bild nicht trifft, wenn wir keine Fragen stellen, sondern von vornherein kategorisch ablehnen, was neu und anders ist, dann können wir nicht lernen. Wenn wir die Auseinandersetzung mit anders Denkenden scheuen und lieber mit der genormten Masse schwimmen und uns still freuen, dass wir es so schön haben in der Schweiz, dann sind wir nicht lernfähig. Dann leben wir wie der Primarschüler, der sich weigert, zwei- und dreistellige Zahlen zusammenzuzählen, weil es im Moment so gut läuft mit den einstelligen.

Gestern habe ich meine Eltern besucht. Während das Gespräch normalerweise so verläuft, dass meine Eltern mir erzählen, was sie beschäftigt und was bei ihnen ansteht, war ich wohl so aufgewühlt, dass ich mein Freitagserlebnis und meinen Gedanken dazu loswerden musste. Mein Vater hat mich getröstet. „Reg dich nicht auf. Wer nicht hören will, ist selber schuld. Sein Verlust.“ Und auch zum Thema „normal“ hat er mir was mit auf den Weg gegeben. Ein Lehrer hätte seinerzeit (mein Vater ist 85 Jahre alt) den Spruch „Ein normaler Mensch unter normalen Bedingungen“ in die Runde geworfen und sie hätten darüber philosophiert, was denn ein normaler Mensch sei und was normale Bedingungen bedeuteten.

Statt coole Begriffe, wie Diversity, zu gebrauchen, sollten wir besser Vielfalt leben. Dann ist es aber notwendig, dass wir zuhören, wenn jemand neue, unbekannte Ideen äussert, zu denken beginnen, die Fakten checken, unser Bild von der Welt und uns selber in Frage stellen und allenfalls korrigieren. Oder wie hat Immanuel Kant, ein Aufklärer und Bürger von Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, so schön gesagt:

So wie das Eisen ausser Gebrauch rostet

und das still stehende Wasser verdirbt

oder bei Kälte gefriert,

so verkommt der Verstand

ohne Übung.


Noch ein Spruch von Immanuel Kant: Die einen sehen eine Wasserlache am Boden, die anderen die Sterne, die sich darin spiegeln.




https://babajeza.wordpress.com/2017/11/05/ein-normaler-mensch-unter-normalen-bedingungen/

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November 10 2017

pnrdoravarga
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October 31 2017

I want to fall to sleep with you,
and I could care less
whether it is in
layers upon layers
of clothing
or only our skin -
all I really want is to wake up
not knowing
where I end and you begin.
— Beau Taplin  (via perrfectly)
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October 26 2017

pnrdoravarga
Best pick-up lines:

- Do you like the song jingle bells, cuz you look like you'd go all the way
-are you irish? because i rish you were naked
-are you mexican? because you are my juan and only
-are you a birthday cake? because i see your candle and want to blow it
- 'make him touch touch t-shirt' what does it feel like to you? girlfriend material?
-if you were a potato i would totally smash you
-are you into casual sex or should i dress up?
-would you call me a cinderella, because my dress will disappear after midnight
-i am wasted, but this condom doesn't have to be 

Laura Clery

October 25 2017

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October 23 2017

pnrdoravarga
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October 19 2017

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October 12 2017

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October 09 2017

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October 07 2017

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I hate myself for laughing.
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